Zusammentreffen der Wege

Bereits seit 1342 ist die Bezeichnung „uppe deme kolemarkede“ belegt, auf Lateinisch wurde der Platz als „forum carborum“ bezeichnet und auf Deutsch ursprünglich „Kohlenmarkt“. Die heutige Benennung „Kohlmarkt“ ist also auf „Kohle“, die dort gelagert und verkauft wurde zurückzuführen und nicht etwa auf das Gemüse „Kohl“.

Spätestens um das Jahr 1000 entstand an diesem Ort die „Kohlmarktsiedlung“, die im Überschwemmungsgebiet der Oker lag. Der Marktplatz bildete den Schnittpunkt zweier Fernhandelswege, die an dieser Stelle gemeinsam eine Furt durch die Oker nutzten. Für die Händler war er ein idealer Rast- und Stapelplatz. Das Zusammentreffen der Handelsstraßen ist daran zu erkennen, dass der Platz trapezförmig ist.

Auszug aus Wikipedia „Kohlmarkt“

Ich erinnere mich an die vielen Fremden, die sich in der Kohlmarktsiedlung einrichteten, als ich mit Jos eintraf. Fremde Händler, die über die Fernstraßen hierhergekommen und es für sinnvoll erachteten. Außer Mon-An und Therm nahm ich noch andere Spacer wahr. Auch die sich am Bruch Niedergelassenen EODisten und Reykianer hatten Beobachter gesandt.

Als ich während der Schicht den Kohlmarkt erreichte, war die behelfsmäßige Siedlung einen imposanten Platz gewichen. Die Anwohner fühlten sich als Braunschweiger.

Zumindest später würden sie sich engstirnig gegen Fremde wenden. Nicht wissend, dass es Fremde – auch von anderen Welten – waren, die die Ansiedlung ihrer Vorfahren ermöglicht hatten.

Neben Bürger der Altstadt waren auch Leute aus dem Weichbild Sack. Sie bildeten vor ihrer Kirche St. Ulrici die hier stand ein eigenes Grüppchen.

Die Stimmung war ähnlich wie auf dem Altstadtmarkt.

Auch hier waren einige mir bekannte Personen. Die Reykianer waren durch Ari vertreten.

Einer der drei Pater schlenderte herum und näherte sich scheinbar unauffällig zwei Personen, die eine längere Geschichte hatten. Auf die Entfernung konnte ich nicht feststellen welcher Pater es war.

Der eine war ein Computermagier, der sich hier und heute Kasper Krull nannte. Er gehörte wie der Pater zur EOD und war hier in Braunschweig zu verschieden Zeiten und unter verschiedenen Namen tätig. Fröhlich und Pause waren Nachnamen die er benutzt hatte. Nora hatte mir mal erzählt, dass sie ihn in Rom im August 216 v. Chr. als Theaterchef Recreator gesehen haben.

Der andere hieß Busemann und gehörte den Schwarzen Magiern an.

Der Pater blieb wie zufällig in der Nähe der beiden stehen. Anscheinend machte er sie auf einen Mann in der Nähe der Kirche aufmerksam, der mir irgendwie bekannt vorkam. Auf einen Baum in der Nähe hatte sich Caro eingefunden. „Das ist Ludeken Holland. Er ist Burgemeister im Sack und von Beruf Kürschner .“

„Ist er ein Cybride? Organisiert?“

„Er gehört keiner Organisation an, soweit ich weiß. Auf keinen Fall ist er Permanenter. Und er hat mit hoher Wahrscheinlichkeit bisher keinen Kontakt zu Separablen Gegenständen gehabt. Die Möglichkeit, das er ein Potentieller ist, besteht. Das ist aber nicht sehr wahrscheinlich.

Holland setzte sich in Bewegung und steuerte die Schuhstraße an, die zum Sack führte. Busemann und Krull folgten ihn scheinbar zufällig.

Caro signalisierte mir, dass sie die drei beobachten würde.

Durch die Zusammenführung der Fernhandelswege hatte und hat der Kohlmarkt einen trapezförmigen Charakter.

Heutzutage finden hier viele Veranstaltungen statt. Zum Beispiel Braunschweig International

Ich machte mich auf den Weg über den Damm zum Altewiek.

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