Kattreppeln

Das Tor oder Das Repp zu den Katts, ist in SYMFORTD ein Ort von dem man zu Reisen durch Raum und Zeit aufbrechen kann. Es entstand durch das Andocken der Irene bei ihrer Rückkehr. Von hier ausgelangt man ab etwa 10. n. d. S. zu den Raumschiffen, auch zu Irene.
aus: Monika Zeidler: „Mauernstraße, Klint und Werder, Markt und Straßenamen“ Braunschweig 1981

kattreppeln„Im Mittelalter war Braunschweig mit einer starken Stadtmauer, mit Gräben und Wällen umgeben. Größere Sumpfgebiete, z.B. das Bruchgebiet zwischen Damm, Altewiek und Altstadt, verhinderten, dass die Stadt lückenlos mit einer Mauer umgeben werden konnte. Das Bruchgebiet bildete zwar einen natürlichen Schutz, da es einem ortsunkundigen Feind immer gefährlich werden konnte, jedoch ganz sicher war die Stadt nie; hier war sie verletzbar. Deshalb ließ der Rat an solchen besonders gefährdeten Stellen die schweren ballistischen Kriegswerkzeuge aufzustellen.

Auf dem Gebiet zwischen Kattreppeln und Kohlmarkt standen die schweren Geschütze, Katapulte, Ballisten, Mangen und Sturmblöcke, die alle unter dem Begriff „Kalten“ oder „Katzen“ zusammengefasst wurden. Dieser Sammelname gab der Straße, die später auf dem trocken ge­legten Gelände entstand, ihren Namen. Nahe dem Kohlmarkt stand auch der dazugehörige Pulverturm, der „Lange Turm“ genannt, der erst im 18. Jahrhundert abgebrochen wurde. Auch in anderen Städten wurden diese Arsenale Grundlage für eine spätere Straßenbezeichnung.

Der zweite Teil des Namens Kattreppeln — Reep oder Repp — wird in Braunschweig als aus Sumpf und Bruchgebiet gewonnenes Gemeindeland gedeutet, was auch mit der topographischen Voraussetzung über einstimmt. Reep oder Repp, dessen Grundbedeutung Seil ist (erinnert sei an die Reeperbahn, wo die Schiffs taue hergestellt wurden), bezeichnet das mit einer Hecke oder mit niedrigen Zäunen umgebene, umseilte Land. Kattreppeln ist folglich vom Sumpf abgetrenntes und trockengelegtes Stadtgebiet, das Standort der schweren mittelalterlichen Kriegsmaschinen wurde und für die Verteidigung der Stadt äußerst wichtig war.“

Im Rahmen meiner Recherchen zur Burgfreiheit / Kleine Burg bin ich auf „Heinrich Meier: Die Straßennamen der Stadt Braunschweig. Wolfenbüttel, Zwissler 1904“ gestoßen. Hier findet sich unter Kattreppeln, dass die Stadtgegend seit der Anlage der Friedrich-Wilhelmstraße einen ganz anderen Charakter bekommen habe. „Man wandelte auf dieser langen Strecke am Flusse und hatte einen Blick in die Gärten des Bruchs.“ (ebenda S. 53). Das wird auch auf der Karte von 1755 deutlich.

Ich werde diese im Kapitel Über den Damm zum Altewiek berücksichtigen.

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