Copyright

Ich saß mal wieder auf meinem Balkon. In diesem Sommer 1999 hatte ich Glück mit dem Wetter, die Sonne schien und der Wind kam – wenn überhaupt – nur mäßig aus Nordwest. Ich hatte am

Computer an „Detektei Kobold“ gearbeitet und überlegte nicht zum ersten Mal, ob ich die Geschichte nicht einfach im WWW veröffentlichen sollte. Da fiel mir folgende Geschichte ein.

Die Sonne schien und ich war kurz vor dem Einschlafen als ich Schritte in meiner Wohnung hörte.

„Du bist so in Gedanken“ sagte Chaymk, der Kobold, der bei mir wohnt „hast Du Sorgen?“

„Nun ja“, erklärte ich „ich überlege, ob ich meine Geschichten im WWW veröffentlichen soll.“

„Geschichten über mich?“

„Die vielleicht auch!“, erklärte ich, obwohl das noch gar nicht in Erwägung gezogen hatte.

„Das solltest Du allerdings tun!“, erklärte Chaymk mit Nachdruck.

„Ja, aber…. Wenn nun jemand meine Ideen klaut und damit Geld verdient, wäre das nicht besonders angenehm. Ich würde ja selber gern Geld mit meinem Geschichten verdienen.“

„Mmh, wenn Dir jemand Deine Geschichten klaut, könnte ich ihm ja heimsuchen. Du weißt, dass ich einiges an Scherzen drauf habe.“

Maike

Maike

„Und ich“, kam es vom Blumenkasten her „könnte ihn mit meiner richtigen Gestalt erschrecken“ Ich hatte Maike gar nicht ankommen gesehen.

Die Zweifelhafte Amsel sah mich fröhlich an. „Das wäre doch viel zu kalt für Dich!“

„Na ja, vielleicht geht er ja mal in eine Sauna, dass ist zwar immer noch sehr kühl, aber

zum erschrecken reicht’s Masse. Und ein paar Sekunden ginge es sogar hier und jetzt.“

„Lass sein“, wehrte ich ab. Es war zwar unwahrscheinlich, dass jemand die Verwandlung,

aber wenn wären die Folgen nicht absehbar.

„Und ich könnte mir meinem Gefolge,“ erklärte Juliane „ein paar Erbsen streuen. Das können wir gut.“

Die Wichtelkönigin, die in meinem Haushalt für Ordnung sorgt, was seitdem Chaymk hier wohnt noch notwendiger geworden ist, baute sich auf dem Gartentisch auf und stemmte ihre Arme in die Seiten.

Bevor ich noch mehr Hilfsangebote erhielt, sagte ich: „Aber das weiß doch niemand. Wie soll jemand von den Drohungen erfahren?“

„Schreib eine Geschichte, nenne sie Copyright und veröffentliche sie mit“ sagte der Chor meiner Freunde.

Gesagt, getan!

(Die Drohung gilt, wie mir zugesichert wurde, auch für diese gesamten Seite als auch für alles auf Gazette-BS.)

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