Zuneigung für den Teufel

so lässt sich ein Rolling-Stones-Titel übersetzen, der namensgebend für den SYMFORTD-Mythos und für das von mir kreierte war Fantasy-Mystery-Rollenspiel war.

Nun mag die eine oder der andere (oder umgekehrt) vermuten, auf diesen Seiten ginge es um schwarze Messen, bösartige, geheime Riten, schwarze Magie…

Wer so denkt, hofft oder im Auftrag des Herrn unterwegs ist, liest auf eigene Gefahr weiter.

Der Teufel, für den hier Zuneigung gezeigt wird, ist Goethes Mephisto (im Faust) am ähnlichsten, der von sich sagt: Ich bin der Geist, der stets verneint!

Nun hat der Teufel in den monotheistischen Religionen immer die Rolle des Bösewichts.

Schon die Vertreibung aus dem Paradies wurde ihm angelastet.

Wer diese Paradies-Vertreibungs-Geschichte kennt, mag kurz über die wesentlichen Verbrechen des Verführers der Menschheit nachdenken.

Was wird ihm angelastet? Er hat Adam und Eva überredet eine Frucht vom Baum der Erkenntnis zu essen. Fortan konnten die Menschen frei denken, hatten darüber hinaus freien Sex. (Die vermutlichen

> siehe zum wahrscheinlichen Irrtum:  Schlange = Teufel = Verführer der Menschheit

Prompt kam auch gleich die mahnende Stimme:

Was habt Ihr getan?

Und schon war das schlechte Gewissen da, das fortan von den Mächtigen von Kirche und Staat geschürt wird.

Am heftigsten ging es während der Hexenverfolgung zu.

Wenn der Teufel für freies unabhängiges Denken und Sex ohne Scham steht, hat er dann nicht Sympathy, zu deutsch Zuneigung verdient?

Die Kritik gilt vor allem der Kirche bzw. des Monotheismus als Unterstützung bzw. Ausübung von Monarchie, von Alleinherrschaft und damit auch von Unterdrückung von Freiheit.

Der Monotheismus, so scheint es, wurde von Echnaton „erfunden.“

Mit dem Erheben Atons zum alleinigen Gott verfolgte er wohl vor allem die Einschränkung der Macht der Priester und die Errichtung einer Alleinherrschaft, einer Monarchie.

Folgt man Siegmund Freud, so hat die Sonnenreligion Echnatons im Untergrund überdauert.

Der Ägypter Moses war (nach Freud) ein Anhänger dieser Religion, fand in den in Ägypten unterdrückten Juden Anhänger und später das auserwählte Volk. Der Sonnengott Aton mutierte zu Jahwe.

Folgt man dem König-David-Bericht von Stefan Haym und den entsprechenden Stellen in der Bibel, wiederholte sich die Entmachtung der Priester bei der Machtübernahme durch Saul.

Auch die späteren Einführungen von monotheistischen Staatsreligionen inklusive Hexenverfolgungen dienten vor allem der Errichtung von Macht und Herrschaft sowie der Unterdrückung freier Meinung.

 

Schreibe einen Kommentar